Interkulturelle Trauma- und Versöhnungsarbeit in Kambodscha

siehe unser Traumahandbuch unter Ki-Media (Photos und Text in Englisch von mir geschrieben, während meiner Tätigkeit als Entwicklungshelfer in Phnom Penh 2005-2008):
http://ki-media.blogspot.ca/search?q=Understanding+Trauma+in+Cambodia




Wie es mit meiner psychologischen Trauma-  und Versöhnungsarbeit in Kambodscha begann
 

Beinahe 20 Jahre hatte ich als Psychotherapeut, Supervisor und Lehrtrainer in den unterschiedlichsten Kontexten gearbeitet (Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen, Kliniken, in der Psychiatrie und auch in einer eigenen Praxis). Dann erfüllte ich mir einen langgepflegten Traum und bewarb mich beim Deutschen Entwicklungsdienst für eine Stelle als Friedensfachkraft in Kambodscha.
 
Arbeitsplatz war als Coach und Trainer beim "Center for Social Development" (CSD), einer NGO, die seit 1995 diverse Programme mit dem Ziel einer moralisch integren Weiterentwicklung der kambodschanischen Gesellschaft beizutragen, lanciert hat: Das "Good Governance" Programm, das „Court Watch" Programm, das "Parlamentary Watch" Programm, das "Public Forum" Programm und das "Research & Publication" Programm. Im Kontext der seit 2000 durchgeführten Public Forums zum Khmer Rouge Tribunal  wurden ganztägige Veranstaltungen in allen Provinzen des Landes mit dem Titel "Justice&National Reconciliation" durchgeführt.

Eine meiner zentralen Aufgaben als Fachkraft des Zivilen Friedensdienstes war es, die Leitung und die Mitarbeitenden von CSD im Bereich Versöhnungsarbeit und Arbeit mit Traumatisierten zu sensibilisieren und zu schulen. Dabei werden von mir u.a. die verschiedenen Aktivitäten im Kontext der der Public Foren sowie der Besuche von Tätern und Opfern bei den kambodschanischen Holocaust-Denkmaelern supervidiert. Der Aufbau einer „Psycho-Social Support Unit“ war ein wichtiger Aspekt dieser Bemühungen. Neben dem konnte ich mit Unterstützung meiner kambodschanischen Mitarbeiterinnen ein „Trauma-Handbuch“ in Text und Design (in Khmer und Englisch) gestalten, welches im Laufe der letten jahre in nahezu jeder kamboschanischen Kommune verteilt wurde.