Interkulturelle Trauma- und Versöhnungsarbeit





Aktuell biete ich im Rahmen von kurzfristigen Engagements in Südostasien diversen psychologischen Support  für Angehörige verschiedener Berufsgruppen, die in der Friedens- und Versöhnungsarbeit tätig sind, an: für NGO.s, Journalisten, Sozialarbeiter, Trauma-Berater, Entwicklungshelfer etc.


- Teamentwicklung
- Coaching
- Kriseninerventionen für Organisationen, Teams und Einzelne
- Supervision für Teams, Gruppen und Einzelne
- Psycho-Hygiene-konzeptionen entwickeln und implementieren
- Weiterbildungen zu diversen psycho-sozialen Themen
- Gruppendynamische Prozesse im Rahmen von Teambildung etc.
- etc.



Wie es mit meiner psychologischen Trauma-  und Versöhnungsarbeit in Südostasien begann...
 
Beinahe 20 Jahre hatte ich als Psychotherapeut, Supervisor und Lehrtrainer in den unterschiedlichsten Kontexten gearbeitet (Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen, Kliniken, in der Psychiatrie und auch in einer eigenen Praxis). Dann erfüllte ich mir einen langgepflegten Traum und bewarb mich beim Deutschen Entwicklungsdienst für eine Stelle als Friedensfachkraft in Kambodscha.
 
Arbeitsplatz war als Coach und Trainer beim "Center for Social Development" (CSD), einer NGO, die seit 1995 diverse Programme mit dem Ziel einer moralisch integren Weiterentwicklung der kambodschanischen Gesellschaft beizutragen, lanciert hat: Das "Good Governance" Programm, das „Court Watch" Programm, das "Parlamentary Watch" Programm, das "Public Forum" Programm und das "Research & Publication" Programm. Im Kontext der seit 2000durchgeführten Public Forums zum Khmer Rouge Tribunal  wurden ganztägige Veranstaltungen in allen Provinzen des Landes mit dem Titel "Justice&National Reconciliation" durchgeführt.

Eine meiner zentralen Aufgaben als Fachkraft des Zivilen Friedensdienstes war es, die Leitung und die Mitarbeitenden von CSD im Bereich Versöhnungsarbeit und Arbeit mit Traumatisierten zu sensibilisieren und zu schulen. Dabei werden von mir u.a. die verschiedenen Aktivitäten im Kontext der der Public Foren sowie der Besuche von Tätern und Opfern bei den kambodschanischen Holocaust-Denkmaelern supervidiert. Der Aufbau einer „Psycho-Social Support Unit“ war ein wichtiger Aspekt dieser Bemühungen. Neben dem konnte ich mit Unterstützung meiner kambodschanischen Mitarbeiterinnen ein „Trauma-Handbuch“ in Text und Design (in Khmer und Englisch) gestalten, welches in nahezu jeder kamboschanischen Kommune verteilt wurde.

 


Todesangst und Versöhnung im Kontext  von gesellschaftlicher (Bürgerkrieg) 
und leiblicher (Tumor) Traumatisierung
 

Im Rahmen eines Seminars mit traumatisierten Bürgerkriegsjournalisten im November 08 auf Mindanao/Philippinen wagte ich folgenden Vergleich: Die seelischen Geschehnisse, die interpersonalen, sozialen und politischen Dynamiken hier im philippinischen Bürgerkrieg scheinen mir in gewisser Weise sehr ähnlichen Mustern und Regeln zu folgen, wie ich es im Kontext vom Kampf der KrebspatientInnen in meiner Schweizer Klinik  mit ihrer Erkrankung erlebe:


data/EIGEN_Innerer_Bürgerkrieg-TUMOR_!!.pdf